Tragwerk zuerst beurteilen
Sparren, Pfetten und weitere Hölzer leiten Lasten durch die Dachkonstruktion ab. Feuchte, Risse oder Verformungen können die Funktion unterschiedlich beeinflussen. Ein sichtbarer Schaden erlaubt noch keine Aussage, ob ein Bauteil ersetzt, verstärkt oder anders instandgesetzt werden muss. Dafür werden Ausmaß, Holzquerschnitt und Lastsituation beurteilt.
Die Feuchteursache ist ebenso wichtig wie das beschädigte Holz. Bleibt eine Leckage bestehen, kann eine neue Holzstelle erneut belastet werden. Tragwerksplanung und Dachabdichtung beziehungsweise Deckung müssen deshalb zeitlich zusammenpassen.
Reparatur mit konstruktivem Zusammenhang
Eine örtliche Dachstuhlreparatur ist vom vollständigen Umbau des Tragwerks zu unterscheiden. Zusätzliche Gauben, PV-Anlagen oder Änderungen der Dachform können neue Lasten und Anschlussfragen erzeugen. Solche Eingriffe benötigen eine objektbezogene statische Beurteilung.
Beim Steildachbau werden Konstruktion und Hülle gemeinsam betrachtet. Für eine neue Dachgaube sind Lastabtragung und Öffnung im Bestand früh zu klären. Vor Ortmaßnahmen dürfen tragende Teile nicht ohne fachliche Freigabe entfernt oder verändert werden.
Diese Angaben helfen bei der Einordnung
- Sichtbare Risse, Verformungen oder feuchte Hölzer
- Bekannte Leckagen und frühere Reparaturen
- Vorhandene Statik und Bestandspläne
- Geplante zusätzliche Last oder veränderte Geometrie
Fotos bitte nur aus sicherer Position aufnehmen. Dacharbeiten erfordern geeignete Zugänge und Schutzmaßnahmen; betreten Sie das Dach nicht zur Eigenprüfung.
Weitere Informationen zu Steildachbau und Steildachsanierung und Dachgaubenbau und Gaubensanierung sowie die Orientierung für Dacharbeiten in Düsseldorf.